Fotos: TuS Saxonia Münster
Bei ihrem letzten Westfalenliga-Heimspiel hatten die B-Juniorinnen vom TuS Saxonia Münster den FC Schalke 04 zu Gast. Saxonia verlor nach achtbarer Leistung mit 0:2 und muss den Weg zurück in die Bezirksliga antreten. Die Vorentscheidung über den Klassenerhalt war aber schon einen Tag früher in Kinderhaus gefallen.

Das Schicksal Saxonias war fest mit dem von Westfalia Kinderhaus verknüpft: Am letzten Spieltag der Regionalliga West musste Westfalia einen Drei-Punkte-Vorsprung auf Fortuna Düsseldorf verteidigen, um nicht abzusteigen. In diesem Fall hätten Westfalia und Saxonia gemeinsam den Klassenerhalt feiern können, denn für Saxonia hätte dann der zu diesem Zeitpunkt schon nahezu fest zementierte vorletzte Tabellenplatz zum Ligaverbleib gereicht. Letztlich wurde beiden Teams aber ein Last-Minute-Tor zum Verhängnis: Da Westfalia 1:2 gegen die SGS Essen unterlag und den Fortuninnen in der Nachspielzeit noch der 2:1-Siegtreffer in Gütersloh gelang, steigen mit Kinderhaus und Rhade zwei westfälische Regionalligisten in die Westfalenliga ab, was die Anzahl der Westfalenliga-Absteiger auf drei erhöht. Neben der Warendorfer SU (freiwilliger Rückzug) und dem BV Werther erwischt es somit auch Saxonia. Wäre Düsseldorf anstelle von Kinderhaus abgestiegen, hätte dies keine Auswirkungen auf die Westfalenliga nach sich gezogen.

Die Saxoninnen hatten somit nur noch die Minimalchance, mit Siegen an den letzten beiden Spieltagen gegen die beiden Topteams aus Schalke und Dortmund vielleicht noch einen Tabellenplatz zu klettern. Gegen Schalke starteten sie engagiert ins Spiel, gerieten aber per Freistoß in Rückstand (23.). Schalke hatte mehr Ballbesitz, konnte aber gegen die kompakte Saxonia-Abwehr nicht nachlegen. In der Endphase wurde Saxonia mutiger und drängte gegen nun etwas nervös wirkende Gäste auf den Ausgleich. Chiara Baumeister hatte noch eine gute Torchance, doch im Gegenzug gelang den Königsblauen der letztlich verdiente Siegtreffer zum 0:2-Endstand (76.).
Am letzten Spieltag steht für Saxonia noch das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund auf dem Spielplan (14.6., 11 Uhr). Danach gilt es, Bilanz zu ziehen und sich auf die nächste Saison einzuschwören. Dank der ligaunabhängigen Planung hat der Abstieg keine personellen Konsequenzen: Saxonia wird die Mission Wiederaufstieg mit einem großen Teil des aktuellen Kaders in Angriff nehmen, verstärkt durch externe Neuzugänge und eigene Nachwuchstalente.












