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Aufräumen nach „Sabine“

Sturm Sabine

Sturmtief "Sabine" hat bundesweit für Chaos gesorgt. Für die Stadt beginnt nach den Orkanböen, die noch am Montag über Münster hinwegfegten, das Aufräumen. Vorrang hat die Sicherheit: Aktuell laufen noch zahlreiche Einsätze der Feuerwehr, um akute Gefahrenstellen durch herabstürzende Äste oder Gegenstände zu beseitigen. Auch das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit ist unterwegs und kontrolliert Grünflächen, Wege, Wälder.

"Insgesamt ist Münster noch glimpflich davongekommen", zieht Stadtrat Wolfgang Heuer eine erste Bilanz. Zurzeit sehe es danach aus, dass sich die Lage nach dem intensiven Einsatz der Feuerwehr weitgehend entspannt. "Die Einsatzzahlen gehen zurück; ab Mittag sollen die Windböen deutlich abflauen." Normalität kehrt auch bei den Schulen ein: Sie nehmen nach der sturmbedingten Pause den Unterrichtsbetrieb am Dienstag, 11. Februar, wieder auf.

"Freie Bahn" heißt es inzwischen auf dem gesamten Promenadenring, der wieder freigegeben ist. Lediglich abschnittsweise kann es hier wie dort kurzfristig zu Sperrungen kommen. Teams der Grünflächenkolonnen und Baumkontrollmeister haben diese Strecke, aber auch andere Bereiche intensiv überprüft und bleiben weiterhin im Einsatz.

Es gab mehrere Astbrüche, auch sind in Waldgebieten Bäume entwurzelt. Seit dem frühen Morgen ist die städtische Forstwirtschaft vor Ort unterwegs. Wege und Wälder sind zwar grundsätzlich frei. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn Äste können herunterbrechen. Daher der vorsorgliche Hinweis: Besser die Wälder in den nächsten Tagen meiden.

Kleinere Spuren hat "Sabine" auch an städtischen Gebäuden hinterlassen. Das Amt für Immobilienmanagement ist vor Ort, nimmt die Schäden unter die Lupe und beauftragt erste Firmen mit Reparaturen.

Feuerwehr Münster beseitigt zahlreiche Sturmschäden nach Orkantief
Bereits am Sonntagmittag (9. Februar) bereitete sich die Feuerwehr auf ein hohes Einsatzaufkommen durch das Orkantief "Sabine" vor. Bis zum Montagmittag wurden dann über 120 Einsätze abgearbeitet, bei denen zeitweise bis zu 460 Kräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr im Einsatz waren.

In der Einsatzleitung am York-Ring wurde der Führungsstab in Dienst genommen. Für die Freiwillige Feuerwehr wurde bereits am Sonntag Vollalarm gegeben. Gemessen an den möglichen Auswirkungen einer Orkan-Lage, verlief die aktuelle Schadenentwicklung in Münster bisher glimpflich: Nach derzeitigem Stand wurden im Stadtgebiet durch das Unwetter keine Personen verletzt.

Ein größerer Sachschaden entstand am Horstmarer Landweg. Hier deckten die Böen an einem Gebäude einen Großteil des Flachdachs ab. Weiterhin galt es bei zahlreichen Einsätzen, Gefahren durch umgestürzte Bäume und Äste auf Fahrbahnen sowie Fuß- und Radwegen zu beseitigen, lose Gegenstände und Ampelanlagen zu sichern.

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