Foto (ABDA): Krankheit kennt keine Feiertage: Wer an Ostern dringend ein Arzneimittel benötigt, bekommt es in einer Notdienstapotheke.
Auch an den Osterfeiertagen stellen die Apotheken in Münster die Versorgung mit dringend benötigten Arzneimitteln sicher. „Ob Karfreitag oder Ostermontag – dringend benötigte Medikamente erhalten Patientinnen und Patienten in den jeweiligen Notdienstapotheken“, erklärt Angelika Plassmann, Sprecherin der Münsteraner Apothekerschaft. Die Dienstbereitschaft dauert 24 Stunden, jeweils von 9:00 Uhr morgens bis um 9:00 Uhr am folgenden Tag. Dank dieser Versorgung ist auch an den Feiertagen schnelle Hilfe gewährleistet.
Die nächstgelegene Notdienstapotheke lässt sich auf verschiedenen Wegen finden:
- Online: über den Notdienst-Finder unter www.aponet.de
- Telefonisch: unter der Rufnummer 0800 00 22 8 33 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz)
- Mobil: Aus dem deutschen Mobilfunknetz die 22 8 33 anrufen, die Ansage des Notdienstes auswählen, Postleitzahl angeben und sich die nächstgelegenen Apotheken ansagen lassen (69 Cent/Minute). Alternativ: SMS mit Postleitzahl an 22833 (69 Cent/SMS).
- In der Zeitung: Viele regionale Tageszeitungen berichten außerdem im Lokal- oder Serviceteil über den Apothekennotdienst vor Ort – gedruckt und digital.
- Apotheke: „Wer gerade unterwegs ist, kann auch einfach an einer beliebigen Apotheke anhalten“, so Plassmann. „Denn jede Apotheke weist per Aushang auf die nächstgelegenen Notdienstapotheken hin – und zwar vom jeweiligen Standort aus betrachtet.“
Versorgung trotz anhaltender Lieferengpässe
Die weiterhin bestehenden Lieferengpässe stellen die Apotheken auch in diesem Jahr vor Herausforderungen. Diese betreffen verschiedene Arzneimittel aus allen Bereichen. „Die Teams in den Apotheken setzen alles daran, für jede Patientin und jeden Patienten eine geeignete Lösung zu finden“, betont Plassmann. „Während des Notdienstes – besonders an Feiertagen – kann es daher zu längeren Wartezeiten kommen. Dafür bitten wir um Verständnis“, so die Apothekerin.
Bedeutung des Notdienstes
Bundesweit nutzen jede Nacht rund 20.000 Menschen den Apothekennotdienst. „Er spielt besonders für Kinder und ihre Eltern eine wichtige Rolle“, so Plassmann. „Dies zeigt sich am hohen Anteil abgegebener Kinderarzneimittel.“
Immer weniger Apotheken
Gleichzeitig wird das Apotheken-Netz dünner: In ganz Deutschland schließen immer mehr Apotheken. „Die Zahl der Apotheken sinkt kontinuierlich“, erklärt Plassmann. In Deutschland hat die Gesamtzahl den niedrigsten Stand seit fast 50 Jahren erreicht. Die Gründe sind meist wirtschaftlicher Natur: „Seit 2013 gab es keine Honoraranpassung für die Apotheken vor Ort, während die Kosten in allen Bereichen gestiegen sind. Das ist auf Dauer nicht tragbar. Nicht einmal an die Inflation wurde das Packungshonorar angepasst“, fasst Plassmann die Lage zusammen und betont: „Deshalb muss die Politik dringend handeln und die Apotheken vor Ort wirtschaftlich stärken. Im Krankheitsfall brauchen die Menschen eine Apotheke in erreichbarer Nähe – am besten ‚in Pantoffelnähe‘. Jede weitere Schließung vergrößert die Distanz zur nächsten Apotheke, auch im Nacht- und Notdienst.“












