Die Hilfsbereitschaft vor Ort ist groß: Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr, THW, Fischereiverein und Fachleute der Stadtverwaltung sind am Aasee im Einsatz, um die verendeten Fische einzusammeln. Kurzfristig kamen auch Pumpen zum Einsatz, um durch Wasserfontänen den Sauerstoffgehalt im aufgeheizten Gewässer wieder anzureichern. Dennoch mussten bisher 1000 bis 2000 tote Fische eingesammelt werden. Im Bereich des alten Aasees muss von einem Fischsterben in der Fläche ausgegangen werden.
Am frühen Freitagmorgen lag die Sauerstoffkonzentration bei zwei Milligramm pro Liter - drei Milligramm ist der für Fische kritische unterste Wert. Zwischenzeitlich hat sich der Aasee auf 22 Grad abgekühlt. Auch der Wind hilft und bringt Bewegung ins Wasser.
Es sind vor allem Güster - meist bis zu einem Zentimeter groß - aber zuletzt auch Hechte, Zander und Karpfen, die durch den Sauerstoffmangel als Folge der wochenlangen Hitze und des geringen Wasserstandes eingegangen sind. Rund 30 Helfer sind seit Donnerstag im Einsatz. Etliche sind in Booten unterwegs und holen mit Keschern die toten Fische aus dem See. Das städtische Tiefbauamt hat an den Freitreppen überdies einen Sauger eingesetzt, damit die Geruchsbelästigung für die Anwohner nicht zu groß wird.
Professionelle und engagierte Hilfe leisten neben der Berufsfeuerwehr die Löschzüge Altstadt und Angelmodde von der Freiwilligen Feuerwehr, das THW und der Fischereiverein Frühauf Münster. Auch am Wochenende wird die Stadt vor Ort sein, um die Entwicklung zu beobachten.
Der Großeinsatz der Feuerwehr mit Wasserpumpen wird indes nicht fortgesetzt, da er nur punktuell wirkte. "Dafür ist der Aasee mit seinen 40 Hektar einfach zu groß", so Lutz Hirschmann vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit zum erheblichen technischen Aufwand. Der Aasee sei ein sehr fischreiches Gewässer, auf rund sechs Tonnen wird der Fischbesatz insgesamt geschätzt.
Apokalyptisches Fischesterben am Aasee
Feuerwehren, THW und Fischereiverein sammeln tote Fische ein
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