Foto (LWL): Professor Dr. Patricia Ohrmann, Ärztliche Direktorin der LWL-Klinik Münster, will Verständnis für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) vermitteln und aufzeigen, wie Betroffene unterstützt werden können.
Die Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster lädt alle Interessierten am Mittwoch (14.10.) ein zum Vortrag "ADHS - Neurodiversität oder psychische Erkrankung?" Aufgrund der großen Nachfrage bietet Referentin Prof. Dr. Patricia Ohrmann, Ärztliche Direktorin der LWL-Klinik Münster, den Vortrag aus der Reihe Caféhaus-Veranstaltungen" aus dem Sommer jetzt erneut vor allem für diejenigen an, die beim ersten Termin keinen Platz gefunden hatten.
Zum Inhalt: Während Vertreter des Konzepts der Neurodiversität davon ausgehen, dass die Symptome der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung Ausdruck einer natürlichen neuronalen Vielfalt in der Gehirnentwicklung sind, ordnet die Schulmedizin ADHS als Spektrumerkrankung mit klaren Behandlungsindikationen ein. Einigkeit besteht darüber, dass Menschen mit ADHS in Bereichen wie Aufmerksamkeitssteuerung, Motivation, Reizverarbeitung und Emotionsregulation anders funktionieren. "Nach den Konzepten der Neurodiversität sind diese Unterschiede weder per se defizitär noch pathologisch, sie zeigen vielmehr die Vielfalt menschlicher Wahrnehmung und Informationsverarbeitung", erklärt Prof. Dr. Patricia Ohrmann.
Im Vortrag werden neurowissenschaftliche Erkenntnisse der Hirnentwicklung und aktuelle Behandlungsansätze diskutiert. Ziel ist es, ein umfassenderes Verständnis für die ADHS zu vermitteln und Wege aufzuzeigen, wie Betroffene optimal unterstützt werden können.
Die Veranstaltung findet im Café im Hauptgebäude der LWL-Klinik Münster (Friedrich-Wilhelm-Weber-Str. 30, 48147 Münster) statt. Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an soeren.roters-moeller@lwl.org.











