Fotos: Zuza Badziong
Nach dem enormen Erfolg von „zwischen/welt“ bei den vergangenen Aufführungen, bringt Thomas Nufer sein eindrucksvolles Theaterstück erneut ins Planetarium Münster. "Wirkmächtige Inszenierung begeistert Münster: Der münstersche Künstler Thomas Nufer hat sich mit einem Theaterstück im Planetarium der sensiblen Thematik der Palliativmedizin genähert. Und stieß damit auf ein begeistertes Premieren-Publikum", kommentierten die Westfälischen Nachrichten letztes Jahr die Premiere. Kein Wunder, dass auch Ulrich Bärenfänger in der Rolle des todkranken Berliner Kunstmalers Tomasz und Martin Schlathölter in der Rolle des Palliativ-Pflegers wieder auf ähnlich überzeugende Performances des mitunter schwierigen Beziehungsgeflechts in der Endphase zwischen Leben und Tod hoffen.

Zwischen den Welten von Wachen und Schlafen, Leben und Tod, liegen Passagen der Verwandlung und der Grenzübertritte in eine vielschichtige Welt. Alles besitzt eine andere Art der Deutung, einen verborgenen Sinn. Diese Transformationsprozesse sind ein wichtiger Teil der Inszenierung. „zwischen/welt” sieht sich als komplexes und ergebnisoffenes Experiment, frei von Weltanschauung und Glaube.
Tomasz, ein Berliner Kunstmaler, Performer und Sänger wird auf die Palliativstation verlegt. Obgleich von Atemwegsleiden geplagt, ist er ein unglaublich humorvoller Mensch und versucht trotz seiner Bettlägerigkeit andere zum Lachen zu bringen. Der Palliativpfleger Jens erweist sich als einfühlsamer Begleiter in Tomasz’ schwierigster Lebensphase. Er versucht auf die Bedürfnisse und Gefühle seines Patienten spontan zu reagieren, wenn es auch bisweilen kriselt zwischen den beiden.

Die Abhängigkeit des Patienten zu seinem Pfleger wird nicht zuletzt erkennbar in ihren oft sehr schrägen Dialogen und Handlungen jenseits des Erwartbaren. Denn auch Jens begreift sich als eine Art Künstler, zwischen Leben und Tod agierend. Er ermuntert Tomasz ein finales Meisterwerk zu schaffen. Der sichtlich geschwächte Tomasz ist überwältigt von dieser Idee und vom Interesse an seiner Kunst. Für die konkrete Umsetzung fehlt ihm allerdings immer mehr die Kraft. Zeitgleich mit seinem körperlichen Abbau entwickelt er eine besondere Form von Bewusstsein.
Eine Korrespondenz zwischen Außen und Innen entsteht, eine Phase des Schwebens und der Zwischenzustände. Nicht nur die Bilder seines kreativen Schaffens, auch die seines Unterbewusstseins, seiner Erinnerungen, Träume und Klänge nehmen Gestalt an unter der Kuppel des Planetariums.
Kartenvorbestellung unter tickets.lwl.org
Vorstellungen im Planetarium Münster:
Mittwoch 13.11., Donnerstag 14.11. und Sonntag 17.11.2024, jeweils um 19:30 Uhr
Kulturwerkstatt Altenberge (Tickets unter www.kreis-steinfurt.de/zwischenwelt und an der Abendkasse):
Freitag 22.11., 19:00 Uhr
Emsdetten, Stroetmanns Fabrik, Lichthof (Tickets unter www.kreis-steinfurt.de/zwischenwelt und an der Abendkasse):
Mittwoch 27.11., 19:00 Uhr
Rheine, Matthias-Spital (Abendkasse):
Freitag, 29.11., 19:00 Uhr











