21. Dezember 2025 / Natur & Umwelt

Für Zigarettenreste: awm stellen weitere „Kippen-Orakel“ auf

Studierende der FH Münster nutzen gesammeltes Material für Forschungsprojekt zu Recyclingmöglichkeiten von Zigarettenfiltern.

Foto (awm): Benedikt Sohn (Disponent der awm-Stadtreinigung, l.) und Andreas Schulz (awm-Mitarbeiter in der Stadtreinigung, r.) brachten das neue "Kippen-Orakel" vor dem Hauptbahnhof an. Student Konstantin Hoff und Studentin Ghina Abbas nutzen die entsorgten Zigarettenfilter für ein Forschungsprojekt an der FH Münster.


Ein achtlos weggeschnippter Zigarettenstummel kann bis zu 1.000 Liter Grundwasser mit Giftstoffen verseuchen und ist zudem im Stadtbild kein schöner Anblick. Um einen Anreiz zur richtigen Entsorgung von Zigaretten zu geben, stellen die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) jetzt sukzessive weitere "Kippen-Orakel" an folgenden stark frequentierten Stellen im Stadtgebiet auf: Haupteingang Hauptbahnhof / Ampelkreuzung Windthorststraße, Ostausgang Hauptbahnhof, Fußgängerzugang Aasee, Hansaring Ecke Bremer Straße, Hafenstraße Ecke Bahnhofstraße, Hafen/Anfang Kaianlagen, Kinderhaus/Idenbrockplatz, Coerde/Hamannplatz. Die Kippen-Orakel sind mehr als ein Entsorgungsbehälter. Indem man den Zigarettenstummel entweder in die rechte oder die linke Öffnung wirft, stimmt man ab.

Aktuell will das Orakel wissen: "Wann liebst du Münster mehr – im Winter oder im Sommer?" Nach der Mitte des Jahres abgeschlossenen Testphase am Bült hatte sich das Kippen-Orakel bewährt. In wenigen Monaten sind so rund 3.500 Kippen in den Behältern und damit nicht in der Umwelt gelandet. 

awm unterstützen Forschungsprojekt zum Recycling von Zigarettenfiltern 
Nicht nur für die Stadtsauberkeit und den Umweltschutz hoffen die awm, dass auch die neu aufgestellten Kippen-Orakel stark genutzt werden. "Die gesammelten Zigarettenreste stellen wir Studierenden der FH Münster für ein Forschungsprojekt zur Verfügung, das zunächst bis Ende Januar läuft", berichtet awm-Sprecherin Manuela Feldkamp-Bode.

"Wir wollen wissen, ob Material aus dem verschmutzten Zigarettenfilter für die Herstellung von Wasserfiltern genutzt werden kann. Dazu forschen wir im internationalen Masterstudiengang Chemieingenieurwesen im Rahmen der Vorlesung Applied Process Development bei Prof. Dr.-Ing. Samir Salameh mit Kommilitonen aus Deutschland, Kamerun, Indien und Palästina", erklärt Konstantin Hoff, Student an der FH Münster.

Bisher wurden die Versuche im Labormaßstab durchgeführt. Im nächsten Schritt soll geprüft werden, ob das Verfahren auch unter realen Bedingungen zuverlässig funktioniert und sich in größerem Maßstab technisch und wirtschaftlich effizient umsetzen lässt.

Meistgelesene Artikel

Explosion am frühen Morgen - Drei Tote nach Haus-Einsturz
Aus aller Welt

Lange wird nach einer Familie gesucht, dann ist klar: Vater, Mutter und Kind sind in den Trümmern ihres Hauses ums Leben gekommen. Viele Hintergründe der Explosion sind noch unklar.

weiterlesen...
Feuerwehr Münster wurde mit Silvesterraketen beschossen
Allgemein

Mit Ausnahme des Zwischenfalls vergleichsweise ruhige Silvesternacht / Stadtrat Wolfgang Heuer dankt den Einsatzkräften

weiterlesen...
Winterglühen 2026 im Mühlenhof Münster
Genuss & Lifestyle

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr kehrt das Winterglühen zurück in den Mühlenhof .

weiterlesen...

Neueste Artikel

Taiwan: US-Freeclimber startet Wolkenkratzer-Aktion
Aus aller Welt

Es wird live bei Netflix gezeigt: Der US-Freeclimber Alex Honnold will in Taipeh auf einen der berühmtesten Wolkenkratzer klettern. Ohne Netz, ohne Absicherung. Am Morgen legte er los.

weiterlesen...
Feuer in New Yorker Hochhaus - rund 150 Wohnungen evakuiert
Aus aller Welt

Schwarzer Rauch, Flammen im 16. und 17. Stock: Nach einer Gasexplosion kämpfen Einsatzkräfte stundenlang gegen das Feuer.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Stadt Münster mit überzeugenden Projekten für Klimaschutz
Natur & Umwelt

Stadt legt Bericht über 60 Projekte vor / Fortschreibung des Klima-Controllings schafft Transparenz in der Klimaarbeit

weiterlesen...